Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Stolpersteine und mehr.

Seit dem 27. Januar 2007 werden in Koblenz Stolpersteine verlegt, inzwischen sind es mehr als 130. Diese kleinen Mahnmale sind auch Anstoß für eine eingehendere Beschäftigung mit diesen NS-Opfern, für Patenschaften und Putzaktionen. Seit einiger Zeit macht unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig auch Stadtrundgänge zu ausgewählten Stolpersteinen in der Innenstadt. Jetzt hat er mehrere Stolperstein-Rundgänge für das Internet erarbeitet bzw. konzipiert. Der 1. Stolperstein-Rundgang ist nun auf der Homepage zu sehen. Er führt vom Hauptbahnhof zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Reichensperger Platz und zu neun Stolperstein-Stationen. Zwei bis drei weitere Rundgänge werden alsbald folgen. Damit kann man/frau bequem die Routen abgehen und sehr viel über diese Menschen und die Situation in Koblenz damals erfahren.   

HIER ist der Link zum 1. Stolperstein-Rundgang.


Dem 125. Geburtstag Paul Schneiders entgegen

Am 29. August 1897, also vor 125 Jahren, kam Paul Schneider in Pferdsfeld bei Bad Sobernheim zur Welt. Am 18. Juli 1939 wurde er als „Schutzhäftling“ im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Seitdem trägt Pfarrer Paul Schneider, der unerschütterlich und glaubenstreu als Dorfpfarrer vom Hunsrück und bis zuletzt im KZ seinen Weg ging und anderen diesen Weg wies, den Ehrentitel „Prediger von Buchenwald. Auch heute ist Pfarrer Paul Schneider nicht vergessen. Im Gegenteil. 

Zur Erinnerung an diesen Widerständler aus christlichem Glauben hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig über Paul Schneider und seine Familie eine umfangreiche Dokumentation geschrieben, die seit mehr als einem Jahr auf dieser Homepage zu sehen ist und bisher viele Besucher gefunden hat.

HIER die Dokumentation lesen

Zum Jahreswechsel 2021/22 ist diese Dokumentation auch in Buchform im Rhein-Mosel-Verlag erschienen.

Das Buch ist erschienen im Rhein-Mosel-Verlag, Zell, 2021, in Klappen-Broschur mit 282 Seiten zum Preis von 14,90 €. ISBN: 978-3-89801-386-4

Seit dem 1. Januar 2022 ehren zwei Gemeinden an Nahe und Glan in besonderer Weise den aus ihrer Region stammenden Paul Schneider: Bei ihrem Zusammenschluss haben sie sich seinen Namen gegeben: „Paul-Schneider-Gemeinde Bad Sobernheim und Staudernheim“.

Paul Schneiders Geburtstag feiert „seine“ Gemeinde in vielfältiger Form und mit einem interessanten Programm. Darüber berichtet die Zeitung der Paul-Schneider-Gemeinde in ihrer jüngsten Ausgabe.

Lesen Sie hier in Auszügen die Zeitung „Die Brücke“, Ausgabe für Juli, August und September 2022.

Wie interessant Paul Schneider und sein Wirken auch heute noch ist, zeigen beispielhaft auch die Zuschriften und Kommentare, die Joachim Hennig auf seine Dokumentation hin erhalten hat. In ihrem Mittelpunkt standen dabei immer wieder die von Hennig erstmalig eingehend erörterten Umstände von Paul Schneiders Tod im KZ Buchenwald und auch die von Paul Schneider praktizierte Kirchenzucht. Die Kirchenzucht ist – was von unserer Seite als theologische Laien nicht vertieft, aber der Korrektheit willen angesprochen werden soll – auch heute noch ein Thema.

So hat Prof. Dr. Thomas Martin Schneider, Koblenz, dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass die Evangelische Kirche im Rheinland die Artikel über die Kirchenzucht 1996 aufgehoben bzw. ersatzlos gestrichen hat.

Andererseits hat der ehemalige Pastor an der Friedenskirche der reformierten Gemeinde von Osnabrück, Klaus Maßmann, auf die Bedeutung die Kirchenzucht jedenfalls für die reformierten Kirchen weltweit hingewiesen. Im Jahr 2013, aus Anlass der 450. Wiederkehr des Erscheinens der Heidelberger Katechismus im Jahr 1563 hat Maßmann eine Broschüre mit dem Titel verfasst: „Den ‚Heidelberger‘ ins Gefängnis schicken … Paul Schneider und der Heidelberger Katechismus“, 2013. Wir veröffentlichen hier die beiden Beiträge von Klaus Maßmann in dieser Broschüre mit herzlichem Dank an den Autor. Der Beitrag „Den ‚Heidelberger‘ ins Gefängnis schicken… Paul Schneider und der Heidelberger Katechismus“ ist auch lokalhistorisch sehr interessant, weil Maßmann auf die Prägung von Paul Schneiders Hunsrückgemeinden Dickenschied und Womrath durch den Heidelberger Katechismus und seine lange Geschichte hinweist.

Lesen Sie hier Ausschnitte aus der Broschüre von Klaus Maßmann.

 

 

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